HCI MS “Hammonia Fortuna” – Totalverlust für Anleger – Handlungsbedarf – Verjährungsgefahr!

In letzter Zeit sind vermehrt Anfragen von Anlegern des  MS “HAMMOINA FORTUNA” an die Kanzlei SIBURG gestellt worden. Die Fondsgesellschaft befindet sich in der Liquidation. Das angelegte Geld der Anleger ist verloren. Als Anleger des Schiffsfonds besteht jetzt Handlungsbedarf, da Schadensersatzansprüche zeitnah verjähren.

Hintergrund

Die Kommanditgesellschaft MS “HAMMOINA FORTUNA” Schiffahrts GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 aufgelegt. Das Emissionskapital (Kommanditkapital) betrug 12,8 Millionen €. Das Containerschiff mit einer Kapazität von 2.546 TEU wurde zusätzlich mit gut 60 % über ein Hypothekendarlehen finanziert, welches teilweise in US Dollar teilweise in japanischen Yen aufgenommen wurde. Das Containerschiff fuhr in einem Einnahmepool (2500 TEU Döhle Einnahmepool). Bereits im Jahr 2011 gab es einen erheblichen Liquiditätsengpass. Zur Sicherung der Liquidität und der Ausschüttungsfähigkeit wurde ein Finanzierungskonzept vorgestellt, das die Gesellschafter verpflichtete erhebliche Gelder der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Nur so konnte das Überleben der Gesellschaft gesichert werden. Im Jahr 2012 wurde ein zweites Finanzierungskonzept notwendig, um die Insolvenz abzuwenden. Die anhaltende Schifffahrtskrise und die zu geringen Einnahmen zur Deckung der Finanzierungskosten und sonstige Aufwendungen machten ein Weiterbetrieb des Containerschiffes nur noch bei Einzahlung von Neukapital in Höhe von 1,5 Million USD möglich. Schon im Jahr 2013 hat der Beirat der Gesellschaft unumwunden zugegeben, dass mit Rückflüssen aus der Beteiligung nicht mehr zu rechnen ist. Das ursprüngliche Eigenkapital und das Neukapital sind vollständig verloren gegangen.

Das Schiff musste in der Folge weit unter dem tatsächlichen Wert, in einem stark abgekühlten Second-Hand-Markt, veräußert werden. Die finanzierende Bank hat ein gewisses Zugeständnis machen müssen und ein Teil der Forderung abgeschrieben. Sie hat jedoch ein Großteil ihres Kreditengagements zurückgehalten. Ganz anders sieht es bei den Anlegern aus. Diese müssen mit einem schmerzlichen Totalverlust ihrer Einlage leben.

Handlungsmöglichkeiten

Schadensersatzansprüche scheinen realistisch und durchsetzbar zu sein. Es bestehen erhebliche Prospektmängel die zu einer Rückabwicklungsmöglichkeit der Beteiligung führen. Die Chance das eingesetzte Kapital zurückzubekommen, sollten die Anleger nutzen. Es besteht allerdings Handlungsbedarf, weil Schadensersatz taggenau 10 Jahre nach dem Beitritt zur Gesellschaft verjährt. Drohende Verjährung kann zunächst kostengünstig durch die Einreichung eines sogenannten Güteantrag bei einer staaltlich anerkannten Gütestelle wirksam für mindestens sechs Monate gehemmt werden. Scheitert das Güteverfahren wäre Klage auf Rückabwicklung der Beteiligung einzureichen.