LG Verden – weiteres Urteil der Kanzlei im Dieselskandal

Landgericht Verden verurteilt Volkswagen wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung eines Dieselbesitzers aufgrund unzulässiger Abgasmanipulation

Volkswagen muss Passat, 2.0 TDI aus 2011 mit über 210.000 km Laufleistung für 11.800,00 € zurücknehmen.

Das Landgericht Verden (Aller) hat mit Urteil vom 15.7.2019 (AZ: 8 O 337/18) Volkswagen dazu verurteilt, einem weiteren Dieselbesitzer Schadensersatz von Höhe von über 11.800,00 € zu zahlen.

Das Landgericht hat festgestellt, dass Volkswagen durch die gezielte Programmierung der Motorsteuerungssoftware für den Dieselmotor EA 189, mit einem nur für den Prüfstand entwickelten Fahrmodus, in dem die für die EG-Typengenehmigung erforderlichen Emissionswerte eingehalten werden, die Kunden bewusst geschädigt hat.  Volkswagen hat nicht nur die Kunden getäuscht, sondern auch mit erheblichem technischen Aufwand Vorschriften zum Umwelt- und Gesundheitsschutz umgangen. Hinzu tritt, dass die Täuschung den Zweck hatte, die Kosten zu senken und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.