Wir sind erfolgreich: über 100 Erstattungen gegen Banken
Von der Direktbank bis zur Sparkasse – die größten Erfolge:
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| Bank | Erstattung |
|---|---|
| Postbank | 12.899,58 € |
| Solaris SE | 12.896,39 € |
| Deutsche Bank AG | 10.939,14 € |
| C24 | 10.000,00 € |
| Consorsbank – BNP Paribas | 7.461,41 € |
| Berliner Sparkasse | 5.500,00 € |
| DKB | 5.309,16 € |
| Postbank | 5.200,00 € |
| DKB | 5.024,73 € |
| Postbank | 4.954,00 € |
| LBB | 2.414,53 € |
| Volksbank Kassel | 2.395,82 € |
Auszug aus über 100 erfolgreich abgeschlossenen Mandaten – nicht alle Erfolge sind aufgelistet. Frühere Erfolge sind keine Garantie für den Ausgang anderer Verfahren; jeder Fall wird individuell geprüft.
Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Rolf Siburg, LL.M.
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht mit Kanzleisitz im Internationalen Handelszentrum in Berlin-Mitte.
Rolf Siburg vertritt bundesweit Opfer von Phishing, Online-Banking-Betrug und Kartenmissbrauch gegenüber Großbanken, Direktbanken, Sparkassen, Volksbanken und Fintechs – außergerichtlich, in Schlichtungsverfahren und vor Gericht.
Er kennt die Argumentationsmuster der Institute und weiß, welche Unterlagen den Ausschlag geben. Viele Banken lenken ein, sobald der Fall anwaltlich fundiert aufbereitet ist.
„Nach zweitem Brief von Herrn Rechtsanwalt Siburg hat mir die Bank eine Rückzahlung (ganze Summe) zurücküberwiesen.“A. S., Bewertung auf anwalt.de, 21.02.2024Kostenfreie Ersteinschätzung 030 20 60 30 40
Über 100 erfolgreich durchgesetzte Erstattungen gegen Banken und Sparkassen.
Der moderne Bankraub findet im Internet statt
Wer Opfer von Betrügern im Online-Banking geworden ist, ist nicht allein. Sie haben Rechte, die Sie wahrnehmen sollten – und seit dem 15. Oktober 2026 deutlich bessere Karten.
Immer häufiger werden Privat- und Geschäftskunden Opfer von Betrügern im Online-Banking. Die Täter arbeiten mit gefälschten E-Mails und SMS, QR-Codes, nachgebauten Bankseiten und vor allem mit Anrufen, bei denen im Display die echte Nummer der Bank erscheint. Zunehmend verlagern sich die Maschen auf Telefonbetrug, die Freischaltung fremder Geräte im Kundenkonto und den Missbrauch digitaler Karten. Auch das Verbraucherportal Finanztip betont: Betroffene müssen den Schaden nicht allein tragen – mit anwaltlicher Hilfe bestehen gute Chancen, das Geld zurückzuholen.
Gerade passiert? Die 5 wichtigsten Schritte
- Sperren: Online-Banking und Karten über den Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland +49 30 4050 4050) oder direkt bei der Bank sperren lassen.
- Bank informieren: Schriftlich mitteilen, dass Sie die Zahlungen nicht autorisiert haben, und Erstattung nach § 675u BGB verlangen.
- Anzeige erstatten: bei der Polizei oder online bei der Internetwache Ihres Bundeslandes.
- Beweise sichern: Screenshots von SMS, E-Mails, Anruflisten, App-Meldungen und Kontoauszügen; Gedächtnisprotokoll schreiben.
- Nichts vorschnell unterschreiben: Schadensfragebögen der Bank nicht ungeprüft ausfüllen – Formulierungen werden später oft gegen Sie verwendet.
EuGH-Urteil C-70/25: Erst erstatten, dann streiten
Am 15. Oktober 2026 hat der Gerichtshof der Europäischen Union entschieden: Eine Bank muss den Betrag eines nicht autorisierten Zahlungsvorgangs unverzüglich, spätestens bis zum Ende des folgenden Geschäftstags erstatten. Die Behauptung, der Kunde habe den Betrug grob fahrlässig ermöglicht, berechtigt sie nicht, die Erstattung zu verweigern. Einzige Ausnahme ist ein begründeter Betrugsverdacht gegen den Kunden selbst, den die Bank der Aufsichtsbehörde schriftlich mitteilen muss.
Im Ausgangsfall hatte eine Kundin auf einer Verkaufsplattform einen gefälschten „Bestätigungslink“ erhalten und ihre Zugangsdaten auf einer nachgebauten Bankseite eingegeben – ein Muster, das wir aus Kleinanzeigen-, Paket- und „Konto-gesperrt“-Fällen täglich kennen.
„Dem Zahlungsdienstleister zu gestatten, die Erstattung von vornherein unter Berufung auf grobe Fahrlässigkeit des Kunden zu verweigern, würde der Pflicht zur unverzüglichen Erstattung die praktische Wirksamkeit nehmen …“ EuGH, Pressemitteilung Nr. 147/26 vom 15.10.2026 – C-70/25
| Frage | Bisherige Bankpraxis | Nach EuGH C-70/25 |
|---|---|---|
| Darf die Bank wegen grober Fahrlässigkeit verweigern? | Ja, regelmäßig über § 242 BGB („dolo agit“) | Nein – erst erstatten |
| Wer hat das Geld während des Streits? | Die Bank | Der Kunde |
| Wer muss klagen? | Der Kunde | Die Bank, wenn sie den Betrag zurückwill |
| Wer beweist grobe Fahrlässigkeit? | Die Bank – faktisch oft auf den Kunden verlagert | Die Bank, ausdrücklich klargestellt |
Das Urteil bindet alle deutschen Gerichte, weil §§ 675c ff. BGB die EU-Zahlungsdiensterichtlinie umsetzen. Auch bereits abgelehnte Fälle sollten neu geprüft werden. Ausführlich: Unser Beitrag zum EuGH-Urteil C-70/25.
Achtung Verjährung: Fälle aus 2023 bis 31.12.2026 sichern
Der Erstattungsanspruch verjährt regelmäßig in drei Jahren ab Jahresende (§§ 195, 199 BGB). Für Abbuchungen aus dem Jahr 2023 endet die Frist häufig mit Ablauf des 31.12.2026. Zusätzlich gilt die 13-Monats-Frist zur Anzeige gegenüber der Bank (§ 676b Abs. 2 BGB).
Bankkonto gehackt? Banken haften für unautorisierte Zahlungen!
Eine Zahlung ist nur wirksam, wenn Sie ihr zugestimmt haben (§ 675j BGB). Lösen Betrüger eine Überweisung oder Kartenzahlung aus, ist sie in aller Regel nicht autorisiert – selbst wenn dabei Ihre echten Zugangsdaten verwendet wurden. Dann muss die Bank Ihr Konto wieder auf den alten Stand bringen (§ 675u BGB).
| Vorschrift | Inhalt |
|---|---|
| § 675u BGB | Erstattungspflicht der Bank, spätestens bis Ende des folgenden Geschäftstags |
| § 675v BGB | Eigenanteil max. 50 € bei abhandengekommenem Zahlungsinstrument; volle Haftung nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit; keine Haftung ohne starke Kundenauthentifizierung |
| § 675w BGB | Beweislast der Bank; ein korrekt aufgezeichneter Authentifizierungsvorgang allein beweist keine grobe Fahrlässigkeit |
| § 675l BGB | Sorgfaltspflichten des Kunden beim Schutz von PIN, TAN und Zugangsdaten |
| § 676b Abs. 2 BGB | Anzeige gegenüber der Bank spätestens 13 Monate nach der Belastung |
Grobe Fahrlässigkeit – das Hauptargument der Banken
Grob fahrlässig handelt nur, wer die erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maß verletzt und nicht beachtet, was jedem einleuchten muss – etwa die PIN auf die Karte zu schreiben. Bei professionellen Täuschungen, auf die auch umsichtige Kunden hereinfallen, verneinen Gerichte grobe Fahrlässigkeit häufig. Faustregel: Je raffinierter die Masche, desto eher haftet die Bank. Hinzu kommt eine mögliche Mitverantwortung der Bank, wenn ihre Sicherheitsverfahren oder ihr Betrugsmonitoring Schwächen hatten (§ 254 BGB). Und seit dem EuGH-Urteil gilt in jedem Fall: erst erstatten, dann streiten.
Aktuelle Rechtsprechung
| Gericht, Datum, Az. | Ergebnis |
|---|---|
| EuGH, 15.10.2026 – C-70/25 | Bank muss sofort erstatten, auch bei Vorwurf grober Fahrlässigkeit; Rückforderung erst im zweiten Schritt, Beweislast bei der Bank. |
| OLG Frankfurt, 29.04.2026 – 17 U 62/24 (nicht rechtskräftig) | Sparkasse trägt bei rund 220.000 € Schaden einen Teil (66.000 €) mit; Revision zum BGH zugelassen. |
| OLG Koblenz, 17.04.2026 – 8 U 682/24 | Bank muss über 56.000 € erstatten: Push-TAN-Umstellung nach Fake-Anruf, grobe Fahrlässigkeit nicht bewiesen. Zum Beitrag |
| BGH, 22.07.2025 – XI ZR 107/24 | Grobe Fahrlässigkeit bei telefonischer Weitergabe mehrerer TANs – die dort gebilligte Verweigerung der Erstattung steht nach EuGH C-70/25 auf dem Prüfstand. |
| OLG Dresden, 05.06.2025 – 8 U 1482/24 | Mitverantwortung der Sparkasse wegen unzureichender Authentifizierung; Verfahren beim BGH anhängig. |
| LG Berlin II, 14.08.2024 – 38 O 269/23 | Bank muss Autorisierung beweisen; Hinweis des Kammergerichts zur Transaktionsüberwachung bei auffälligen Zahlungen. |
Die gängigen Betrugsmethoden im Online-Banking
Fast alle Maschen setzen auf Social Engineering: Die Täter erzeugen Zeitdruck oder Angst („Ihr Konto wird gesperrt“, „Es läuft gerade eine Fremdabbuchung“) und bringen ihr Opfer dazu, Daten preiszugeben oder eine Freigabe zu bestätigen. Dass Sie getäuscht wurden, bedeutet nicht, dass Sie grob fahrlässig gehandelt haben.
Phishing
Täuschend echte E-Mails „Ihrer Bank“ führen auf nachgebaute Login-Seiten – getarnt als Sicherheitsupdate, Kundenbefragung oder Kontosperre.
Smishing
Gefälschte SMS oder WhatsApp-Nachrichten zu Paketen, Neobroker-Konten oder ablaufenden Push-TAN-Verfahren mit Link auf eine Fake-Seite.
Quishing
Briefe auf scheinbar echtem Bankpapier mit QR-Code zur „Aktualisierung“ – der Code führt auf eine gefälschte Anmeldeseite.
Fake-Anruf & Call-ID-Spoofing
Angebliche Bankmitarbeiter oder Polizisten rufen mit der echten Banknummer im Display an, kennen Kontodaten und drängen zur Freigabe eines „Rückbuchungsauftrags“.
Push-TAN & Gerätefreischaltung
Opfer bestätigen unbemerkt die Registrierung eines fremden Smartphones oder einen TAN-Verfahrenswechsel. Danach überweisen die Täter selbst.
Apple Pay / Google Pay
Die Täter binden Ihre Kreditkarte in ihr eigenes Wallet ein – oft über einen per SMS erbeuteten Aktivierungscode – und zahlen kontaktlos.
Gefälschte Bezahlseiten
„Käufer“ auf Kleinanzeigen, Vinted oder eBay schicken Links zu angeblichen Sicher-bezahlen-Seiten, die Karten- und Kontodaten abgreifen.
Video-Ident-Betrug
Über Fake-Jobangebote („App-Tester“) werden Opfer zu Video-Ident-Verfahren gebracht – damit eröffnen Täter Konten oder Kredite auf fremden Namen.
Schadsoftware, Fernzugriff, Skimming
Trojaner, Fernwartungs-Apps nach „Support-Anrufen“ sowie Manipulationen am Geldautomaten (Skimming, „Cash Trapping“, „Romanian Loop“).
So schützen Sie sich
- Banken fragen nie per Telefon, SMS oder E-Mail nach PIN, TAN oder Freigaben. Im Zweifel auflegen und selbst die bekannte Nummer der Bank wählen.
- Keine Links und QR-Codes aus Nachrichten nutzen – Online-Banking immer selbst aufrufen.
- Jede Freigabe in der App genau lesen: Neues Gerät, neues Verfahren, höheres Limit oder Überweisung ins Ausland sind Alarmzeichen.
- Umsätze regelmäßig prüfen, Geräte aktuell halten, starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen.
Soforthilfe bei Bankbetrug durch Fachanwälte
Direkte und persönliche Kommunikation
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Ihre Handlungsoptionen gegenüber der Bank
1. Erstattung selbst schriftlich fordern
Nicht autorisierte Buchungen benennen, Erstattung nach § 675u BGB und EuGH C-70/25 verlangen, kurze Frist setzen. Sinnvoll als erster Schritt – bei Ablehnung oder Schweigen sollte ein Anwalt übernehmen.
2. Zahlung zurückholen
Sehr schnell handeln: Bei Überweisungen kann die Bank einen Rückruf beim Empfängerinstitut versuchen; bei Kreditkarten kommt ein Chargeback über das Kartennetzwerk in Betracht.
3. Schlichtungsverfahren
Kostenfreie Schlichtung bei der Schlichtungsstelle der jeweiligen Bankengruppe (z. B. Ombudsmann der privaten Banken, Sparkassen oder Genossenschaftsbanken) bzw. bei der Bundesbank oder BaFin. So haben wir u. a. eine Erstattung gegen N26 durchgesetzt.
4. Anwaltliche Durchsetzung und Klage
Wir setzen die Bank in Verzug, entkräften den Vorwurf grober Fahrlässigkeit und klagen bei Bedarf. Verweigert die Bank pflichtwidrig, können Anwaltskosten und Zinsen als Verzugsschaden von ihr zu tragen sein.
5. Rückforderung der Bank abwehren
Hat die Bank erstattet und verlangt das Geld später zurück, muss sie grobe Fahrlässigkeit beweisen. Zahlen Sie nicht vorschnell – lassen Sie die Forderung prüfen.
6. Bereits abgelehnte Fälle neu aufrollen
Die Auslegung des EuGH gilt auch für frühere Fälle, solange keine Verjährung eingetreten ist. Besonders eilig: Abbuchungen aus 2023.
Konto gesperrt?
Nach einem Betrugsfall sperren Banken häufig auch Konten – etwa wegen Geldwäscheverdachts oder wenn Ihr Konto als Empfängerkonto missbraucht wurde. Wie lange eine Sperre dauern darf und wie Sie Ihr Geld freibekommen, lesen Sie hier: Konto gesperrt: Gründe, zulässige Dauer und Ihre Rechte gegenüber der Bank.
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Wir übernehmen Korrespondenz und Rechtsschutzversicherung.
Wir bemühen uns um eine außergerichtliche Einigung; wenn nötig, setzen wir Ihr Recht vor Gericht durch.
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Ein Mandat kommt erst mit unserer Annahme zustande. Gern besprechen wir vorab Ihre Erfolgsaussichten in der kostenfreien Ersteinschätzung.
Das sagen unsere Klienten
Top Beratung nach Kontobetrug
Konto leergeräumt
Hilfe nach Kontoplünderung
Konto: Geld gestohlen
Häufige Fragen zum Online-Banking-Betrug
Muss meine Bank mir das Geld erstatten?
Ja, wenn Sie die Zahlung nicht autorisiert haben. Die Bank muss spätestens bis zum Ende des folgenden Geschäftstags erstatten (§ 675u BGB). Nach dem EuGH-Urteil vom 15.10.2026 darf sie das nicht mit dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit verweigern.
Die Bank sagt, ich habe die Zahlung selbst freigegeben. Habe ich trotzdem Chancen?
Oft ja. Entscheidend ist, ob Sie einem konkreten Zahlungsvorgang bewusst zugestimmt haben. Wer auf Anweisung eines falschen Bankmitarbeiters ein „neues Gerät“ oder eine „Stornierung“ bestätigt, autorisiert nicht ohne Weiteres eine Überweisung an Betrüger. Das prüfen wir im Einzelfall.
Was ist mit Anlagebetrug oder Fake-Shops?
Haben Sie selbst – wenn auch getäuscht – überwiesen, ist die Zahlung autorisiert; § 675u BGB greift dann nicht. Hier kommen andere Ansprüche in Betracht, etwa wegen verletzter Warnpflichten der Bank. Schildern Sie uns den Fall.
Welche Fristen muss ich beachten?
Anzeige gegenüber der Bank spätestens 13 Monate nach der Belastung (§ 676b Abs. 2 BGB). Verjährung regelmäßig drei Jahre zum Jahresende – Fälle aus 2023 häufig mit Ablauf des 31.12.2026.
Was kostet mich das?
Die Ersteinschätzung ist kostenfrei. Viele Rechtsschutzversicherungen decken Streitigkeiten mit der Bank. Verweigert die Bank pflichtwidrig die Erstattung, können die Anwaltskosten von ihr zu ersetzen sein.
Muss ich nach Berlin kommen?
Nein. Wir vertreten Mandanten bundesweit – per Telefon, E-Mail und Video. Unterlagen können Sie digital übermitteln.
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Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: 16. Oktober 2026. Quellen u. a.: EuGH, Pressemitteilung Nr. 147/26 zur Rs. C-70/25; Finanztip, „Was tun bei Phishing? Hilfe bei Online Banking Betrug“ (finanztip.de).


